Disclaimer: Dieser Artikel erschien ursprünglich auf meinem (inzwischen nicht mehr existierenden) Blog und ist daher älter – inhaltlich entspricht er nach wie vor meinen Ansichten, schreiben würde ich ihn heute womöglich etwas anders. Eine Überarbeitung ist geplant.

Ich war, wie wie vermutlich die meisten hier, natürlich schon immer gegen Rassismus und andere Diskriminierungsformen gewesen, die ich mitbekommen habe. Allerdings habe ich in den letzten Monaten und Jahren viel Neues dazugelernt und blicke seitdem mit anderen, ‘geöffneteren’ Augen auf die Gesellschaft. Einige betiteln das als “Political Correctness-Wahn” (warum “Wahn” und andere Begrifflichkeiten problematisch sind, ist nochmal ein anderes Thema, Stichwort Ableismus) und bezeichnen damit die regelmäßige Kritik an Sprache und Strukturen, die rassistisch, sexistisch, ableistisch usw. sind. Allein Gender-Sternchen fallen für einige schon in die Kategorie.

Mich in mein früheres Ich hineinversetzend, das niemandem Böses wollte, aber einfach zu wenig Wissen hatte, unterstelle ich auch jenen, die irgendwie diese Meinung teilen, erstmal Unwissen statt Böses. Wenn es dann Menschen sind, die sich in ihrem Unwissen nicht weiterbilden wollen, dann ist das wieder eine andere Sache; aber ich bin so naiv, an das Gute in Menschen zu glauben und möchte daher mit dieser Post-Reihe vielleicht ein, zwei Menschen mehr erreichen und ihnen neue Perspektiven ermöglichen. Perspektiven, die für mich, nachdem ich mich damit beschäftigt hatte, die einzig annehmbaren geworden sind.

Zum Einstieg möchte ich auf Rassismus eingehen. Aus meiner Schulzeit erinnere ich mich daran, dass wir die Betitelung “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” bekommen hatten. Es wurde außerdem der Rassismus des NS-Regimes zutiefst verurteilt. Aber das ist es eben, was ich aus heutiger Sicht als keine alleinige Lösung betrachte. Natürlich ist das NS-Regime zutiefst zu verurteilen. Aber wir leben in einer postkolonialen und postnationalsozialistischen Gesellschaft. Beides hat das geprägt, was wir heute denken und sagen. Unsere Strukturen sind davon geprägt. Es reicht nicht, mit dem Finger auf etwas zeigend zu sagen, dass das verurteilenswert ist. Vielmehr müssen wir weitergehen und reflektieren. Wir haben alle postkoloniale und postnationalsozialistische Denkweisen verinnerlicht. Wir sind alle rassistisch.

Ja, ich habe gerade auch dich rassistisch genannt. Tief durchatmen. Abwehrmechanismen und “Aber ich mag doch Vielfalt!” bringen uns nicht weiter. Genauso wenig wie diese Schul-Auszeichnungen, die ich eben erwähnte. Indem wir das abwehren, weil wir doch keine Rechten, Neonazis, AfDler oder sonst was sind, sorgen wir indirekt dafür, dass wir auch rassistisch bleiben. Don’t be that person.

Was ich sagen will: Wir haben alle Rassismus internalisiert. Zunächst einmal können wir ja nicht mal was dafür; niemand sucht sich aus, wie und wo er*sie geboren wird und wie er*sie sozialisiert wird. Aber wir suchen uns aus, wie wir damit umgehen und ob wir damit weitermachen.

Dahinter steckt eine strukturalistische Ansicht. Strukturalismus bedeutet, ganz kurz gefasst, dass etwas nicht nur durch individuelle Handlungen geschieht, sondern gesamtgesellschaftlich eine Struktur bildet. Das heißt, es sind nicht nur Beschimpfungen. Dazu gehört auch, dass man ständig anders gemacht wird. Dass man aufgrund seines Namens oder Aussehens bestimmte Zuschreibungen erlebt. Dass man dadurch benachteiligt wird: bei der Arbeit, bei der Wohnungssuche, bei Flugreisen, bei Fahrkartenkontrollen, bei Polizeidurchsuchungen, usw. usf… Es zieht sich durch alle Instanzen und bildet dadurch einen Mechanismus, der ausschließt.

Das bedeutet: einerseits geht es nicht nur um einzelne Individuen. Und andererseits ist jedes Individuum daran beteiligt.

Doing race ist da ein Stichwort. Doing deshalb, weil sogenannte “Rassen” hergestellt werden. Auch wenn sie immer wie natürliche Kategorien behandelt werden, sie sind es nicht. Die Kategorien werden aktiv hergestellt. Das entkräftigt das Argument “Es gibt gar keine ‘Rassen’ und dadurch keinen Rassismus, wir sind alle gleich” – ja, aber gesellschaftlich eben nicht. Ungleiche gesellschaftliche Stellungen sorgen dafür, dass eben nicht alle gleich sind. Ein weiteres Argument, dem ich immer wieder begegne: “Der Islam ist keine ‘Rasse’, also ist das kein Rassismus, wenn wir was gegen Muslime sagen” – der Islam bzw. muslimische Menschen werden zu einer “Rasse” gemacht, indem sie mit bestimmten Denk- und Verhaltensmustern besetzt werden. Das heißt, dass Rassismus nicht einmal was mit dem herkömmlichen Verständnis des Begriffs “Rasse” zu tun hat. Rassismus besteht gänzlich aus Konstrukten.

 

Und wie erkenne ich jetzt meinen Rassismus?

 

Die einfachste Art und Weise: Zuhören und bereit sein, zu reflektieren und zu akzeptieren. Definitionshoheit gewähren. Das heißt: jemand, der*die Rassismuserfahrungen gemacht hat, kann besser beurteilen, was rassistisch ist und hat dadurch eine berechtigtere Stimme. Oft höre ich “Das war aber nicht so gemeint”, wenn jemand auf etwas Rassistisches hingewiesen wird. Und ich glaube das. Aber genau darum geht es. Internalisierter Rassismus ist die Norm, nicht die Ausnahme. Die meisten meinen es nicht so. Darauf kommt es nicht an. Es kommt darauf an, wie das Gesagte oder Getane ankommt. Eine gute Absicht rechtfertigt nicht, auf Rassismus zu beharren.

Ich möchte euch ein paar Situationen aus meiner Erfahrung schildern, die es vielleicht deutlicher machen. Zum Beispiel hatte ich bis vor kurzem noch einen türkischen Pass, weil man damals noch die Staatsbürgerschaft der Mutter übernommen hat, auch, wenn man in Deutschland auf die Welt gekommen ist. Mir war das absolut egal, ist doch nur ein Wisch, dachte ich damals. Bei Ausflügen oder Klassenfahrten fiel es aber immer wieder auf, weil ich die einzige war, die so ein Heftlein mit hatte, statt eines normalen Persos. Und irgendwie kam es dann dazu, dass ich immer wieder, wenn es darum ging, von einer Freundin darauf hingewiesen wurde, dass ich doch langsam mal die Staatsbürgerschaft wechseln sollte. Ich sei doch gar nicht wirklich türkisch, ich müsste doch einen deutschen Pass haben. Damals konnte ich das nicht als Rassismus benennen, ich wusste nicht einmal, warum mich diese Aussagen von ihr störten, ich wusste nur, dass sie es taten. Mit ein paar Jahren Abstand ist mir das bewusster. Ich unterstelle ihr keine böse Absicht. Sie wollte mir vielleicht damit sagen “Du bist doch nicht anders, du bist doch Eine von uns”. Aber mir gab es das Gefühl, falsch und anders zu sein. Als sei ein türkischer Pass etwas Schlechteres. Und woran erkennt man überhaupt, ob jemand mehr türkisch oder mehr deutsch ist? War ich nicht mehr wie ‘die anderen da’, weil ich ‘gut integriert’ war?

Ein anderes Beispiel ereignete sich erst vor ein paar Wochen an der Uni bei einem meiner Lieblingsdozenten. Wir sprachen über Emilia Galotti und das Ende, in dem Emilias Vater sie tötet, um sie und sich wieder reinzuwaschen – quasi. Dies bezeichnete der Dozent als “eine Art Ehrenmord”, was ja in der heutigen westlichen Gesellschaft etwas sehr Befremdliches sei. Das möge für andere Kulturkreise noch anders aussehen, sagte er danach noch, und schaute direkt meine beiden (kopftuchtragenden) Sitznachbarinnen und mich an. Als sei das nicht schlimm genug: Es hat keine*r eingegriffen. Dort saßen lauter Lehramtsstudierende und keine*r hat bemerkt, was dort geschehen war oder aber hat nichts gesagt, warum auch immer. Auch wir haben erstmal nichts sagen können, weil wir wie vor den Kopf gestoßen waren. Es war eine unglaublich unangenehme Situation und ich war Tage danach noch aufgewühlt.

Allerdings haben wir uns nach der Sitzung getraut, zum Dozenten zu gehen und ihn direkt darauf anzusprechen. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass er die Kritik angenommen und verstanden hat, aber wir mussten ihm Erklärung auf Erklärung liefern, warum das Verhalten nicht okay war und warum wir genauso wenig mit “Ehrenmorden” zu tun haben wie vermutlich alle anderen im Raum. Er hat sich am Ende entschuldigt, aber ich glaube nicht, dass er so richtig verstanden hat. Er war in Eile und nicht offen dafür, sich (in dem Moment?) zu reflektieren.

Das waren jetzt zwei Beispiele, die deutlich machen, dass Rassismus sich einerseits nicht auf rechtsradikale Übergriffe beschränkt und anderseits sehr alltäglich ist und vorkommt.

 

Was hat das jetzt mit der Buchcommunity zu tun?

 

Alles. Wenn jede*r Rassismus verinnerlicht hat, dann spielt auch in allem verinnerlichter Rassismus eine Rolle. Selbst wenn es in einem Buch nicht offenkundig um Konflikte dieser Art geht, könnt ihr so, so vieles beobachten, um festzustellen, ob etwas Rassismus produziert. Sind die “bösen” Charaktere Nicht-Weiße? Sind die Nicht-Weißen in dem Buch klischeehaft dargestellt? Oder generell falsch? Der aller häufigste Fall ist wahrscheinlich, dass ein Buch überhaupt keine Nicht-Weißen Charaktere beinhaltet. Wir nehmen Weißsein als die Norm wahr, hinterfragen das nicht und bilden uns danach unsere Vorstellungen. Bücher mit nur weißen Charakteren (oder nur heterosexuellen oder nur ‘gesunden’ Charakteren) sind kein realistisches Abbild unserer Gesellschaft. Die bewusste oder unbewusste Entscheidung, Charaktere nur weiß zu gestalten, sagt auch schon viel aus. Warum nicht einfach mal einen Schwarzen Helden in einem High Fantasy-Roman? Elfen, Orks und Einhörner sind für die Vorstellungskraft kein Problem, aber vielfältige Charaktere schon? Ein Charakter muss nicht immer eine Agenda haben, wenn er einfach nicht-weiß ist.

Ein anderes Beispiel: Katniss Everdeen wird in The Hunger Games mit olivfarbener Haut beschrieben. In den Filmen wird sie von einer weißen Schauspielerin dargestellt. Der Begriff dafür ist “White-Washing“. Oft werden nicht-weiße Charaktere auch auf den Covers weiß dargestellt. Verkaufen die sich besser? Und wenn ja, was sagt das aus?

Vielleicht fragt ihr euch noch, was das eigentlich für einen Unterschied macht.

Was finden wir besonders schön am Lesen? Wenn wir uns identifizieren können und wenn wir auf etwas hinaufblicken können. Jeder Mensch verdient es, genug Identifikationsmöglichkeiten zu haben und nicht als Nicht-Norm zu gelten. Held*innen in Büchern müssen uns alle wiederspiegeln; nicht nur einen Teil von uns.

Seid einfach wachsam. Lest kritisch. Und hört zu, wenn Betroffene sagen, dass etwas, z.B. ein Buch, Rassistisches beinhaltet. Hinterfragt die Auswahl, hinterfragt, welche Rollen wer übernimmt und was als ‘normal’ gilt und was nicht. Ich sehe bereits einen positiven Wandel in den aktuellen Veröffentlichungen – es darf gerne noch mehr werden.

Ich weiß, dass das einigen aus der Community zu ‘anstrengend’ ist. Sie möchten im Hobby nicht mit der Härte des Lebens konfrontiert werden oder haben irgendwelche anderen Gründe dafür. An dieser Stelle ist es passend, den Begriff der Privilegien einmal aufzugreifen. Es ist ein Privileg, wenn man sich von diesen Themen entfernen kann, weil sie einen nicht betreffen. Jeder Mensch, der in bestimmten Kontexten nicht marginalisiert ist, genießt Privilegien. Weiße Menschen genießen in der Regel die meisten Privilegien, weil sie überall repräsentiert werden und als Norm gelten (Stichwort “White Privilege”). Privilegien zu genießen bedeutet auch, mehr Macht zu haben. Das ist ein Aspekt des Struktur, die ich oben versucht habe, aufzudröseln. Bei dieser Struktur / diesem Mechanismus spielt Macht eine ganz große Rolle. Bestimmte Menschengruppen werden mehr benachteiligt als andere. Warum? Weil die einen mehr Privilegien und Macht genießen als die anderen. Rassismus schließt auch immer Herrschaftsmechanismen und Macht ein. Deshalb ist es kein Rassismus in dem Sinne, wenn ein nicht-weißer Mensch einen weißen Menschen “Kartoffel” nennt, weil dieser weiße Mensch dadurch nicht gesamtgesellschaftlich Benachteiligung erfährt. Stellt es euch mit einer Treppe vor. Weiße Menschen stehen auf der höchsten Treppenstufe, nicht-weiße Menschen weiter unten. Wenn von unten nach oben getreten wird, wird die oben stehende Person nicht mal richtig getroffen. Wenn von oben nach unten getreten wird, fällt die Person jedoch noch tiefer. Sie wird in den meisten Bereichen des Lebens im Vergleich zu weißen Menschen mehr benachteiligt.

Es ist fast verständlich, dass man, wenn man oben steht, dazu neigt, diese Themen außen vor zu lassen. Aber das wäre anders, würden sie weiter unten stehen. Hier heißt es: Privilegien bewusst machen, reflektieren und gemeinsam mit denen, die diese nicht haben, dafür sorgen, dass sich das ändert. Solange diese Privilegien existieren, ist unsere Gesellschaft nicht frei von Rassismus.

31 Kommentare

  1. Du postulierst eine”weiße Rasse”, der du Eigenschaften zuschreibst (privilegiert, mächtig, rassistisch..), die Dich und andere Nicht-Weisse berechtigen, diese zu diskriminieren in dem man sie beispielsweise “Kartoffel” nennt. Gleichzeitig benutzt du dieses Konstrukt, um eben dieser Rasse das Recht abzusprechen, ihrerseits deine “Rasse der Nicht-Weissen” mit irgendwelchen Begriffen zu belegen, die von Dir als verletzend interpretiert werden können. Kurz: Diese beiden Rassen haben nicht die gleichen Rechte.
    Wenn das kein Rassismus ist, gib es keinen.

    Ingo
  2. Hallo Elif, du schreibst in deinem Blog, dass es für dich nur noch eine annehmbare Perspektive gibt. Damit schließt du eine ganze Menge Ansichten aus. Wenn es dein Ziel ist, Rassismus zu schwächen und im Idealfall an einer Welt ohne Benachteiligungen und voller Gleichberechtigung mitzuwirken, halte ich den Weg für sehr schwierig. Denn du analysierst ja alle Situationen lediglich aus dieser einen Perspektive. Alle Situationen haben aber mehrere Perspektiven, aus denen sie betrachtet werden können. Und meines Erachtens kann nur das Zulassen von mehreren Perspektiven zu einer Weiterentwicklung der Gesellschaft im positiven Sinne führen.
    Solche Detailkritik im Handeln anderer benötigt zwingend, dass du genauso kritisch mit dir selbst bist. Und dann wird es irgendwann schwierig mit der Verständigung untereinander. Denn wir alle sind darauf angewiesen, dass mein Gegenüber nicht nur darauf aus ist, Fehler in meiner Kommunikation zu finden.
    Es gibt ja nicht nur Rassismus, es gibt auch Sexismus, wie du erwähnst, Ableismus und es gibt auf der ganzen Welt eine unvorstellbare Höherstellung der Reichen gegenüber Armen.
    Für all diese Probleme reicht eine Perspektive im Detail nicht.
    Schöne Grüße

    M.Edin
    1. Hallo M.,
      ich sehe mich nicht in der Pflicht, alle Perspektiven in mein Leben lassen zu müssen. Wenn jemand beispielsweise die Perspektive hat (und das ist ja, wie du selbst auch sagst, nichts Naturgegebenes, woran der Mensch nichts ändern könnte), dass türkische Frauen alle zwangsverheiratet werden würden oder unmündig seien, dann ist das einfach nichts, womit ich mich beschäftigen müsste, wogegen ich argumentieren müsste. Sicherlich kann man gegen Vorurteile auch mit Aufklärung vorgehen, aber das ist erstens nicht meine Verantwortung und zweitens nicht immer effektiv – manchen geht es einfach nur darum, dich blöd dastehen zu lassen, sie wollen gar nicht aufgeklärt werden. Siehe einige der Kommentare hier.
      Liebe Grüße!

      Elif
  3. Vielen Dank für deinen Beitrag, ich bin nach dem Lesen des Tom Liehr Artikels zufällig auf deinen Blog gestoßen und fand deine Ausführungen sehr klar und weitestgehend einleuchtend.

    Ein paar Anmerkungen habe ich:

    1. Internalisierter Rassismus hat sich mittlerweile als Kampfbegriff etabliert, beschreibt aber meiner Meinung nach den Umstand, dass Menschen (zum teil negative) Denkmuster etablieren, in Kategorien denken und danach handeln nicht wirklich gut. Zumal wenn der Begriff Rassismus mittlerweile, gerade im deutschsprachigen Raum, so viele Konnotationen mit sich trägt, dass er nahezu unbrauchbar geworden ist. Ich sehe natürlich, dass hier auch die Strukturelle Gewalt gegen marginalisierte Gruppen mitschwingen soll, aber da ist Rassismus einfach das falsche Wort, zumal ja nicht nur Menschen anderer “Rasse” betroffen sind. Darüber hinaus gibt es natürlich noch eine ganze Menge anderer Struktureller Gewalten die auf uns alle wirken, wenn wohl auch nicht so stark wie die kosmetischen oder körperlichen.

    2. Es wird viel von den Privilegien weißer Menschen und “Herrschaftsverhältnissen” gesprochen. Ich erkenne diese Ansicht an und kann nachvollziehen, dass diese Verhältnisse durch historische Begebenheiten herbeigeführt wurden, heute zum Teil noch existieren und Menschen die nicht dieser Gruppe angehören strukturellen Gewalten ausgesetzt sind.
    Das ist korrekt und richtig, jedoch nichts neues. So lange es Menschen gab, haben sie in Gruppen gelebt.Menschen sind soziale Wesen und es gab immer in- und outgroups. Über die Gruppenzugehörigkeit entschied in der Regel der Zufall. Wechsele ich die Gruppe und bin in manchen Eigenschaften wie Aussehen oder Verhalten stark abweichend von der neuen Gruppe, kann dies zu Abwehrverhalten führen. Was man nicht kennt, fürchtet man. Im deutschen Sprachraum leben wir mitten im Westen und ein überwiegender Großteil der Menschen hier hat eine weiße Hautfarbe. Ich konnte leider auf die kürze keine stichhaltigen Statistiken auftreiben, daher anekdotisch: Es ist die Lebensrealität vieler Deutscher Menschen, mit anderen Menschen weißer Hautfarbe zu interagieren. Kontakt mit andersfarbigen Menschen ist, je nach Region, selten. Was selten ist, was wir nicht kennen, überrascht uns und macht vielleicht auch einmal Angst. Wie bauen wir diese Ängste ab? Kontakt, Kontakt, Kontakt. So oft es geht, so häufig wie möglich. In meinem eigenen Leben konnte ich sehen, wie die Vorurteile gegenüber Menschen mit türkischem Migrationshintergrund stark abgenommen haben und gegenüber Menschen mit italienischem Migrationshintergrund nahezu nicht mehr vorhanden sind. Es ist ein natürlicher Prozess kultureller Vermischung, dass Vorurteile abgebaut werden und strukturelle Gewalt gegen Outgroups abnimmt oder sie zur Ingroup werden. Die Frage ist nun, ob uns dieser Prozess schnell genug geht oder wie wir ihn voran bringen können. Oder natürlich ob wir versuchen eine kulturelle Vermischung aufzuhalten und somit Fronten bauen. Ich denke hier sollte ein Lösungsansatz sein: Kommunikation und Vermischung fördern. Auch in Kultur natürlich. Ich denke nur, dass es problematisch wird, sobald versucht wird einen Kulturwandel zu forcieren, welcher der Lebensrealität der Menschen nicht oder noch nicht entspricht. Während sich heute niemand mehr wundern würde, wenn in einem im Fernsehen gezeigten Klassenzimmer 5-10 Kinder mit türkischem oder arabischen Migrationshintergrund säßen, würde man doch überrascht sein, wenn dort 5-10 Kinder mit schwarzer Hautfarbe säßen. Auf eine Kleingruppe heruntergerechnet fällt es auf, wenn in jeder Serien Clique im Fernsehen eines von 5 Mitgliedern schwarze Hautfarbe hat, da dies einfach rein statistisch in Deutschland eher selten ist. Das kann dann zu Abwehrreaktionen führen und schwups ist die rede von Token-Migranten. Es ist also ein schmaler Grad, mit dem dieser kulturelle Wandel angetrieben werden kann.
    Ob dieses Struktur und Kategorie-denken an sich überwunden werden kann bezweifle ich, da Mustererkennung rein biologisch tief im menschlichen Organismus verankert ist.

    3. Habe ich leider im Laufe der Formulierung von 2 vergessen, ich hoffe du findest die Zeit für eine Antwort!

    Beste Grüße,
    Cornelius

    Cornelius
    1. Lieber Cornelius,

      zu 1: Ich denke nicht, dass Rassismus oder internalisierter Rassismus ein “Kampfbegriff” ist – das entspricht auch einfach nicht den Fakten in der Wissenschaft, in der dieser Begriff sehr eindeutig genutzt wird. Und der Begriff beschreibt auch nichts verkürzt, wie du sagst, er beschreibt genau das, was darunter fällt – alle anderen ausgrenzenden Mechanismen haben eigene Begriffe. Natürlich gibt es Mehrfachdiskriminierungen (Stichwort Intersektionalität), doch alle davon unter einem Begriff zu nennen wäre nicht effektiv. Es bedarf einer genauen Benennung, um die Muster dekonstruieren zu können. Bei Interesse kann ich dir gerne Forschungsliteratur empfehlen.

      Zu 2: Du gehst da von einem sehr individuellen Ansatz aus, die Begegnung von einer (weißen) Person mit einer (nicht-weißen) Person. Natürlich gibt es Orte, an denen diese Begegnungen seltener stattfinden. Worum es uns allerdings hier und vor allem mit der Literatur geht, ist die kulturelle und mediale Komponente, die unser Wissen und Denken formt und die nicht individuell, sondern kollektiv ist. Das ist Wissen, das teilweise ganz unbewusst angeeignet wird – durch Nachrichten, durch Serien, Filme, Bücher, (Kinder-)Lieder und ähnliches. Und das ist etwas, was durchaus angefochten werden kann und nicht mit dem evolutionsbedingten Fremdeln vergleichbar ist.

      Beste Grüße zurück,
      Elif

      Elif
      1. 1. Ich habe mich nicht auf wissenschaftlichen, sondern auf öffentlichen Diskurs bezogen, das hätte ich klar stellen sollen. Und von welchem Wissenschaftsbereich redest du? Gerade in der Psychologie sehe ich diesen Konsens über deine Definition bisher nicht. Dein Artikel betreibt auf gewisser Ebene Wissenschaftskommunikation und hat den Begriff Rassismus ohne weitere Spezifikation genutzt. Vielleicht wäre es hier hilfreich gewesen, auf wissenschaftliche Diskurse zu verweisen und zu erläutern, warum der Begriff angebracht ist. Das geht für mich aus dem Beitrag nicht hervor. Als Sprachwissenschaftler empfinde ich den Begriff Rassismus in der öffentlichen Debatte eher als Hindernis.

        2. Ich sehe das Problem, viele Lernprozesse sind unbewusst und kollektiv. Auf diese hinzuweisen ist gut und richtig. Ich habe mich an einem Lösungsvorschlag orientiert und dies nicht bestritten. Hier war mein Vorschlag, insbesondere Stukturen zu entwickeln oder zu unterstützen, die interkulturellen Austausch fördern. Ich wollte insbesondere darauf hinweisen, dass es gerade hier eine schwere und sensible Aufgabe ist, den richtigen Grad zwischen Abstrafung von Fehlverhalten, Denunziation und dem Fördern von inklusiven Kulturgütern zu finden. Es ist mein Eindruck, dass im öffentlichen Diskurs dieser Grad oft stark verfehlt wird, was Vertreter als Denunzianten dastehen lässt und die Allgemeinbevölkerung sich auf den Schlipps getreten fühlt.

        Vielen Dank für deine Antwort!

        Cornelius
        1. Es soll auf jeden Fall noch ein Beitrag mit wissenschaftlichen Referenzen folgen – vermutlich überarbeite ich diesen nochmal, auch wenn der Inhalt richtig ist, würde ich manches inzwischen nochmal anders formulieren. Ich spreche übrigens vom Bereich der Rassismuskritik, den ich durch mein Studium vor allem aus pädagogischer Perspektive betrachtet habe, der aber auch generell sicher auch in der Sprachwissenschaft und Psychologie Schnittstellen bildet – ob da ein Konsens herrscht, kann ich nicht beurteilen.

          Ich würde auch von der Formulierung des Denunzierens absehen. Natürlich ist der Diskurs teilweise anklagend, das kann ich mir aber durchaus mit rassistischer Gewalterfahrung und Frustration erklären. Dass mehr inklusive Kulturgüter gefördert werden sollten, kann ich nur unterstreichen – das entspricht ja auch unserem Bestreben mit dem Sensitivity Reading. 🙂

          Elif
  4. Empfehle dringend die Lektüre von Geroge Orwell”1984″(achtet auch die Beschreibung des Ministeriums für Gedanken)und Huxley”The brave new world/die schöne neue Welt)….dort wird genau das beschrieben was ihr euch unter der neuen Moral(einfach krank !!!)vorstellt.
    Bin fassungslos.Als ich Martensteins Artikel(Die Zeit/Zeitmagazin Nr.33)”Über eine Prüfstelle für Literatur”habe ich es für ein Scherz gehalten.
    Aber euch gibt es wirklich.Es lebe der Totalitarismus.Stalin,Mao u.a.wären glücklich mit euch zusammenzuarbeiten.Ich bin sicher es würde euch sehr gefallen wenn die Wissenschaft soweit wäre,Gedanken lesen zu können,da könntet ihr mit der Gesinnungsschnüfelei dir so richtig loslegen.
    Political correctness in traumhafter Form.
    Wie kann man die Menschheit effektiv vor solchen irren Typen wie ihr es seid warnen ???

    dr. andreas mikulla
    1. Steile These, Herr Mikulla. Bei einem freiwilligen Angebot, das nicht staatlich vorgegeben wird, sondern der Eigeninitiative von Privatpersonen geschuldet ist, Totalitarismus- und Zensurvergleiche zu ziehen. Das zeigt im Grunde nur, dass Sie nicht verstanden haben, worum es hier geht. Schade drum!

      Elif
  5. Liebe Gutmenschin namens Elfi,ein typisches Totschlagargument”…Mikulla ist einfach zu blöd um es zu verstehen…” dem schiebe ich noch die Worthülse nach “…schade…”.Leiden Sie wirklich darunter daß ich es nicht verstehe ? kaum.
    frei nach Harald Martenstein : die Hauptgefahtr für die Freiheit geht nicht von Regierungen aus.Der Ruf nach Zensur schallt aus der Gesellschaft.Etlich Gruppen /Personen ertragen es einfach nicht,daß andere anders reden oder denken als sie…
    Jetzt heißt es nachdenken….im Gegensatz zu Ihnen trau ich Ihnen das zu daß Sie u.U.verstehen könnten.Geben Sie sich Mühe

    mikulla,andrea
    1. Liebe Andrea,

      wer “Gutmenschin” schreibt, dem steht der Sinn nicht nach einer Diskussion auf Augenhöhe. Trotzdem ein oder zwei Worte zu deinem Kommentar:
      Lies diesen Artikel doch bitte nochmal. Und gerne auch ein drittes Mal. Glaube mir, manchmal hilft das schon ein bisschen weiter. 🙂
      Denn ja: Marginalisierte leiden in der Tat darunter, wenn das Thema a) nicht verstanden und b) ignoriert wird. Genau das ist ein Teilaspekt der ganzen Debatte.
      Es geht um Toleranz und Rücksicht. Wenn du jemandem auf den Fuß trittst, entschuldigst du dich doch auch und setzt dir keinen Aluhut auf.

  6. Eine der schlimmsten, beschämentsten Seiten die mir je untergekommen sind, (Danke Harald Martenstein) ihr seid nicht sensibel, ihr seid hetzerisch, habt keine Ahnung vom Leben in seiner Vielfalt und steckt alle in eine Kiste die nicht in in euer Denkschema passen. Wer oder was gibt euch das Recht zu beurteilen was Richtig und was Falsch ist – kann doch auch gut sein, dass genau ihr mit eurer Engstirnigkeit das befeuert was ihr Verhindern wollte. Noch nie hat das herausnehmen von Wörtern aus einer Sprache Gewalt verhindert. Sprache ist immer unvollständing und missverständlich – alles was gesagt und geschrieben wird, ist kontextbezogen und somit widersprüchlich. Ihr spielt euch als die Übermenschen auf die ihr im gleichen Atemzug mit absoluter Arroganz abwertet und verteufelt. Ihr seid schlimmer als Rassisten, die sind nämlich ehrlich, ihr aber versteckt eure Herablassung und Agression, Falschheit und Unaufrichtigkeit hinter einem guten Willen den es in eurem Denken überhaupt nicht gibt. Das, nur das macht Angst.

  7. Hi, aber nur so am Rande. Strukturalismus hat nichts mit dem zu tun was Sie da schreiben. Strukturalismus ist (und nur das) auf Ferdinand de Sassure zurückgehende Schule, die auf das Zeichenmodel von siginifiant/signifié zurückgeht. Was Sie als Strukturalismus bezeichnen ist eine eigene Erfindung, oder wie kommt es zu diesem Strukturalismusbegriff?

    Hans Kraal
  8. Liebe Elif, danke für diesen Artikel. Ich bin über den Literaturcafé-Artikel auf deinen gestoßen und muss sagen: mir haben sich vorher schon die Zehennägel gekräuselt beim Lesen, nach deinem Artikel noch mehr. Wie kann man so wenig kritikfähig sein, dass das eigene Ego als Autor*in wichtiger ist, als die Betroffenheit und der Schmerz einer anderen Person?
    Was ist verdammt nochmal so schlimm daran, keine Klischees über Geschlechter, Sexualität etc. zu bedienen? Ist mensch vielleicht einfach nicht gut, in dem, was er*sie tut, wenn solche Dinge den Schreibprozess so sehr hemmen, dass ein solch langer Rant gegen Respekt, Rücksicht und Reflektiertheit zur Notwendigkeit wird, um alle vergangenen und zukünftigen Fehltritte zu rechtfertigen?

    Joanna
  9. Hallo Elif,

    du schreibst, Bücher mit nur weißen Charakteren (…) seien kein realistisches Abbild unserer Gesellschaft. Das ist richtig. Andererseits wünschst du dir – wenn ich dich richtig verstehe – eine Vermeidung von rassistisch (oder anders -istisch) sprechenden Erzählern oder entsprechend agierenden Figuren in fiktionaler Literatur. Dabei sind wir uns einig, dass die Abbildung von Rassismus, Klischees, Vorurteilen eben ein realistisches Abbild gewisser gesellschaftlicher Zustände wäre. Das widerspricht sich in meinen Augen.

    Abgesehen davon erscheint mir die Vorstellung, ein Roman könne realistisch eine gesamte Gesellschaft abbilden, etwas – sorry – naiv. Eine der ersten Fragen, die sich viele Schriftsteller zu Beginn eines neuen Werkes stellen, lautet: In welchem Milieu, in welcher „Welt“ soll meine Geschichte angesiedelt sein? Dass es unter der Prämisse, realistisch die Gesellschaft zu spiegeln, keine Fantasy-Genre geben könnte, hast du im Grunde schon erwähnt. Für Dystopien gilt ähnlich. Aber auch, wenn es sich um ein „reales“ Milieu handelt, das z. B. Nicht-Weiße kategorisch ausgrenzt, könnte gerade das auffällige Fehlen von Diversity/kultureller Vielfalt als Kritik an diesen Zuständen gelesen werden – wenn etwa der Schreibende dies beabsichtigt und sein Handwerk versteht.

    Darin besteht für mich als Autor auch die größte Hürde, Sensitivity Reading eine Chance (also ein Manuskript) zu geben: Ich gewinne einfach nicht den Eindruck eines ganzheitlichen Blicks auf literarische Werke bzw. deren Schaffensprozess, was für einen Lektor selbstverständlich wäre. Sicher, den Anspruch formuliert ihr auch nicht, aber es stellte mich doch vor erwartbare Probleme: Wird mir beispielsweise geraten, die Sprache (einen Teil der Wesenszüge) eines Charakters zu ändern, kann mir das die Glaubwürdigkeit der ganzen Storyline zerschießen. Und wenn ich das benenne, wird mir der Sensitivity Reader sagen: Das ist dein Problem, ich bin kein Lektor.

    April Finger
    1. Hallo,

      es geht nicht darum, dass jede*r Autor*in alles abbilden soll. Es geht darum, dass wenn sie es tut und wenn sie *nicht* beabsichtigt, dass eine Figur rassistisch ist, wir als Sensitivity Reader anbieten, den eventuell unbewusst verschriftlichten Rassismus anzumerken – ob der*die Autor*in das dann ändert oder ändern möchte, ist die Sache der Person selbst. Dabei denke ich zum Beispiel daran, dass jemand Vielfalt einbauen will und der Protagonistin einen Schwarzen Freund zuteilt, dessen Haut aber als “schokoladenfarben” o.ä. bezeichnet – ist in den meisten Fällen nicht rassistisch *gemeint*, es ist in der Schwarzen Community aber gemeinhin Konsens, dass Vergleiche mit Lebensmitteln als entmenschlichend empfunden werden. Darauf und ähnliches können wir hinweisen, wenn es uns auffällt. Im Prinzip ist es nur ein Schritt des Lektorats, der dadurch an Relevanz gewinnt, dass Kultur(teilhabe) vielfältiger wird und die Leser*innen nicht mehr nur aus weißen Menschen bestehen. Ich hoffe, ich konnte die Unklarheit ein bisschen deutlicher machen.

      Elif
      1. Abe wenn nun in der gleichen Geschichte ein weißer Hetero am Hintern von einer Schrottladung getroffen wird, und sein Po darauf beschrieben wird als “durchlöchert wie ein Schweizer Käse” – dann hätte ihn der Erzähler aufgrund einer Beeinträchtigung, für die derjenige nichts kann, ebenfalls mit einem Lebensmittel verglichen, also entmenschlicht. Und so etwas passiert ja ständig, auch von Privileigierten untereinander.
        Die Entscheidung in einem solchen Fall (beides drinnen lassen, beides raus, nur die Schokalade raus) wäre mal interessant.
        Während das Lektorat eine solche Metapher nur in Hinblick auf literarische Stimmigkeit beurteilen würde, kann ein RS jeden Vergleich eines Menschen (bzw. einem einzelnen Merkmal) mit etwas anderem als entmenschlichend verstehen. Vergleiche und Metaphern sind aber ein etabliertes Stilmittel in der Literatur.

        Dass man als Autor nicht gezwungen werden kann, Änderungswünsche ins finale Manuskript zu übernehmen, versteht sich. Nur kostet die Sache etwas, für den SR vor allem auch Zeit, und da liegt es ja in beiderseitigem Interesse, dass die Korrekturen auch als hilfreich angesehen und berücksichtigt werden.

        April Finger
        1. Ja, nur dass der Vergleich von weißen Menschen mit Lebensmitteln nicht die Fortführung rassistischer Praxen ist, weil ein solcher historischer Kontext für Weiße nicht existiert. Es wurde nicht in den letzten Jahrhunderten versucht, weißen Menschen das Menschsein abzusprechen – man könnte eher noch darüber diskutieren, ob es nicht auf weiße Frauen teilweise zutrifft, dass sie nicht als vollwertige Menschen behandelt wurden.
          Ansonsten freue ich mich, dass ich verdeutlichen konnte, dass es uns um hilfreiche Vorschläge geht.

          Elif
  10. Danke für diesen großartigen Artikel. Den sollten viel mehr Menschen lesen und verinnerlichen.
    Leider sind die meisten noch zu bequem und, leider², zu ignorant. Umso wichtiger, diese Themen immer und immer wieder anzusprechen.

  11. Danke für diesen tollen Post, und Respekt für die Antworten auf all die unerfreulichen Kommentare!
    Würdest du es eher als Unterstützung empfinden, wenn denen noch mal jemand antwortet, oder willst du lieber eher endlich Ruhe, oder wie siehst du das?
    Ich finde es so traurig, dass bis auf einen Kommentar alle eher unreflektiertes Genöhle sind.

    1. Inzwischen sind es, dank euch, ein paar mehr freundliche Kommentare 🙂
      Ich glaube, im Moment will ich dahingehend lieber Ruhe – falls es nochmal extremer wird und ich Unterstützung brauche, werde ich mich bemerkbar machen. Vielen Dank auf jeden Fall!

      Elif
  12. Danke für den Artikel! Auch wenn ich mich sehr bemühe meinen internalisierten Rassismus abzulegen, wäre es Augenwischerei anzunehmen, dass das so einfach möglich sei. Darum bin ich immer so dankbar über solche Erfahrungsberichte. Manche Dinge – so einfach hergesagt oder sogar gegenteilig gemeint, wie das Beispiel mit dem Pass – wirken vor einem anderen Erfahrungshorizont so anders.
    Seit ich vor kurzem von diesem Projekt gehört habe, fand ich die Idee großartig! Ich habe das Gefühl, dass ihr einen sehr wertvollen Beitrag leistet. Danke, dass ihr mir/uns helft unseren Horizont zu erweitern!

    Sandra

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